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Donnerstag, 10. Oktober 2013, 12:10

Spieler

Garcia auf Höttges' Spuren

Bremen. Es gibt diese Art von Fußballern, die unglaublich schnell den Weg in die Herzen der Fans finden. Es sind nicht diese zaubernden Schöngeister des Rasenschachs, die feinste Technik zelebrieren; es sind nicht jene eitle Pfaue, die ihre spielerische Finessse und ihr Ego mit hochgestellten Trikotkragen gleichermaßen zur Schau stellen. Sie alle werden bejubelt und bewundert und, vielleicht, irgendwann geliebt.

Santiago Garcia steht für diese andere Art des Fußballers, die Primärtugenden huldigt, rennt und kämpft und grätscht. Die Gras frisst. Die am Boden liegt und wieder aufsteht – und einfach weitermacht. Ehrliche Arbeit, das ist der kurze Weg in die Herzen der Fans.

Garcia hat am Sonnabend in Stuttgart am Boden gelegen und ist wieder aufgestanden. In der Pause haben sie sein geschundenes Sprunggelenk, das sich einer unfreiwilligen Zerreißprobe ausgesetzt gesehen hatte, getapt und bandagiert. „Weil ich sonst nicht hätte weiterspielen können“, sagt der 25-Jährige. Wollte er aber, weil es seiner Art entspricht. Und auswechseln – habe er daran gedacht? Da reichen ihm zwei Wörter: „No, nunca – Nein, nie.“

Garcia ist ein harter Spieler, das haben die Mitspieler schon bei seinem ersten Training in Bremen mitbekommen. Dieser erste Trainingseindruck hat sich in nur drei Liga-Einsätzen massiv verfestigt: Auf dem Platz schont der Linksverteidiger weder den Gegner noch sich selbst. Ob es an seiner argentinischen Herkunft liegt, wie manche rätseln? „Kann sein“, mag Garcia das nicht ausschließen wollen, aber vielleicht hätte man sich zur Beantwortung dieser Frage besser gleich seine Familie wenden sollen. Die hatte nämlich nach jener üblen Szene von Stuttgart, in der der rechte Fuß Garcias beinahe im rechten Winkel weggeknickt war, darauf getippt, „dass ich simuliere...“

Tat er nicht. Nur seine Ausflüge in die gegnerische Hälfte fuhr der Abwehrrenner nach Pause deutlich zurück. „Er hat was abbekommen, aber er lässt es sich nicht anmerken“, staunte Trainer Robin Dutt nicht schlecht ob der Nehmerqualitäten seines Verteidigers. Wie arg es ihn erwischt hatte, zeigte sich so richtig erst nach dem Spiel: Der Knöchel changierte zwischen Grün und Blau, und noch an den beiden Tagen danach musste Eis her, um ihn zu kühlen. Vielleicht mal eine Trainingspause – jetzt, wo alle etwas herunterfahren? Garcia winkt ab: „Ja, ich hab’ noch leichte Schmerzen – aber beim Training bin ich mit 100 Prozent dabei.“ Unnötig zu erwähnen, dass er gestern auch mitmachte.

Für harte Hunde wie Garcia, die gleichermaßen einstecken wie austeilen können, gibt es in Bremen ein Vorbild: Horst-Dieter Höttges – dessen Ehrentitel hat schon vor Jahrzehnten Eingang in die Geschichtsschreibung der Bundesliga gefunden. „Eisenfuß – el pie de hierro“, wird Garcia übersetzt, und da lacht der sonst schüchtern wirkende Argentinier lauthals. „Ja“, grinst er, „mein Fuß ist auch aus Eisen.“ Wenn Johan Micoud einst in seinem Bremer Kosenamen der französische Artikel „Le“ vor den „Chef“ gestellt wurde, könnte Señor Garcia ob seiner Qualitäten glatt zu „El Eisenfuß“ werden.

Dabei ist Garcia mehr als nur der beinharte Verteidiger. Auf dem Weg in die Herzen der Fans haben ihm seine offensiven Vorstöße eine Abkürzung beschert. Als er das 1:0 gegen den 1. FC Nürnberg mit seiner Hereingabe vorbereitete – Nürnbergs Dabanli lenkte den Ball ins eigene Tor – feierte er auf dem Geländer zur Tribüne inmitten der Fans. Ein Profi zum Anfassen: So mag es der Anhang – vor allem dann, wenn das alles nicht gekünstelt, sondern grundehrlich wirkt.

Aber eines ist Santiago sowieso garantiert nicht: eitel. Wie oft er denn so zum Friseur gehe, wurde er gestern angesichts seiner eher unorthodox angelegten Langhaarlockenpracht gefragt. Da grinste Garcia: „Nicht so oft. Aber ich muss mal wieder: Letztens habe ich den Ball schon nicht mehr gesehen...“ Es gibt Typen, die müsste man erfinden, wenn es sie nicht gäbe. Santiago Garcia ist so einer.

Quelle: Kreiszeitung

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Dienstag, 5. November 2013, 10:44

Garcia – „einfach geil“

Bremen - Dieser heißblütige Typ macht einfach Spaß! Als Santiago Garcia den Ball zum entscheidenden 3:2 gegen Hannover 96 ins Netz geschoben hatte, ging Werders Argentinier mal wieder richtig ab.

Er hüpfte über die Werbebande, sprintete zu den Fans in der Ostkurve und feierte mit ihnen so ausgelassen, dass sich der eine oder andere Bremer schon Sorgen um seine Gesundheit machte. „Ich hoffe, er hat sich nicht dabei verletzt“, grinste Kapitän Clemens Fritz. Hatte Garcia nicht. Dass er hinterher leicht humpelte und seine linke Wade dick bandagiert war, hatte einen anderen Grund. „Nein, nein, das ist nicht beim Jubeln passiert“, lächelte der 25-jährige Linksverteidiger: „Ich habe einen Tritt abbekommen.“

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Dienstag, 12. November 2013, 08:28

Der Quoten-Mann

Bremen. Die Bedeutung von Aaron Hunt für das Bremer Spiel wird oft unterschätzt. Die Statistik aus dem Schalke-Spiel beweist, was Hunt leistet. Eine ligaweite Ausnahmestellung hat Werders Spielmacher bei den Zweikämpfen inne – andere Zehner hinken weit hinterher.

Manchmal muss Aaron Hunt sich vorkommen wie der einsame Rufer in der Wüste. Wenn er wieder einmal Ideen hat, aber keiner ist da, mit dem er sie teilen kann. Und wenn er dann läuft und läuft und läuft und sich in Zweikämpfen aufreibt – und am Ende ist doch alles für die Katz, weil bei der ganzen Lauferei die Kreativität auf der Strecke bleibt. Hunt, sagte unlängst Robin Dutt, sei ein außergewöhnlicher Spieler, dessen Potenzial allerdings von seinen vielfältigen Aufgaben, die er wahrnehme, in den Hintergrund gedrängt werde. Den Nachweis für die außergewöhnlichen, aber selten erkennbaren Leistungen des Bremer Zehners hat Dutt nun in der Hand.

Es war das Spiel auf Schalke, das die wahren Werte offenbarte: in der Leistungsstatistik der Partie. Gar „eine Wahnsinnsleistung“ von Aaron Hunt las Dutt aus der Datenerhebung heraus – in den Rubriken Zweikampf, Passspiel und Laufleistung war Hunt über die gesamten 90 Minuten der beste Werderaner, teilweise mit großen Abstand. So wies der allwöchentliche Zahlenwust allein 23 Zweikämpfe aus, in die sich Hunt gestürzt und von denen er gut 62 Prozent gewonnen hatte.

„Da ist unglaublich für einen Offensivspieler“, unterstreicht Dutt. Denn ein Spielmacher ist in der Regel nicht derjenige, der mit außergewöhnlich hohen Zweikampfwerten aufwartet. Das ist, qua Amt, eher das Metier der Defensivakteure. Der ligaweite Spieltagssieger in dieser Rubrik ist so einer: Der Ex-Bremer Sokratis Papastathopoulos kam am Wochenende beim Dortmunder 1:2 gegen Wolfsburg auf sagenhafte 82 Prozent gewonnene Zweikämpfe – und sein Innenverteidigerkollege Mats Hummels mit 65 Prozent so gerade an der kampfstarken Kreativkraft Hunt vorbei.

Andere Offensivspieler, die in ihren Klubs eine vergleichbare Rolle wie Hunt ausfüllen, hinken dagegen weit hinter dem Bremer her. Dortmunds Henrikh Mkhitaryan zum Beispiel (15 Zweikämpfe/47 Prozent), Wolfsburg Nachwuchskraft Maximilian Arnold (10/37 Prozent) oder Gladbachs Raffael (17/50 Prozent) – an Hunt kommt keiner ran. Und selbst im teaminternen Vergleich reicht niemand Hunt das Wasser. Seine Nebenleute Theo Gebre Selassie und Cedrick Makiadi kamen zusammen auf dieselbe Zahl an Zweikämpfen (12/11) – und entschieden nur 48 (Gebre Selassie) und 46 Prozent (Makiadi) für sich.

Pech für Hunt allerdings: Er spielt gut, nur keiner kriegt’s mit. „Das geht leider so ein bisschen unter“, klagt auch Dutt über die öffentliche Wahrnehmung seines wichtigsten Mannes im Spielaufbau. „Jeder andere Spieler würde hier wochenlang gehypt. Er bekommt oft nur ein Lob, wenn er das Tor erzielt und vorbereitet.“ Da spiegelt sich das altbekannte, schon traditionelle Problem wider, dass die breite Bremer Fan-Szene gern mit Hunt fremdelt. Gegen Schalke kämpfte sich der 27-Jährige nicht nur an die Statistik-Spitze, er rannte auch dorthin. 12,28 Kilometer waren der Top-Wert für beide Mannschaften, ligaweit lag Hunt damit auf Position 16 aller eingesetzten Profis des Wochenendes. Und auch seine Passquote konnte sich sehen lassen – dies allerdings nur innerhalb der beschränkten Bremer Verhältnisse. So sind die 72 Prozent angekommener Zuspiele bei 23 Pässen, die Hunt auf Schalke gelangen, zwar uneingeschränkte Spitze bei Werder. Ligaweit aber hinken die Grün-Weißen – Hunt eingeschlossen – weit hinterher.

So ist für die Top 50 der Spieler mindestens eine Pass-Quote von 83 Prozent nötig, Hunt ist in der Spieltagswertung deshalb nur 118 aller Profis. Und im Team-Ranking finden sich die Bremer mit gut 56 Prozent weiterhin sogar nur als abgeschlagenes Schlusslicht wieder – beim Vorletzten kommen immerhin 62,23 Prozent der Zuspiele beim eigenen Mann an.

Dutt lobt Kroos: Da könnte etwas für die nächsten Jahre heranwachsen

Robin Dutt setzt auf Felix Kroos und rechnet damit, dass der defensive Mittelfeldspieler bei Werder zu einer festen Größe wird. „Da könnte etwas auf dieser Position für die nächsten Jahre heranwachsen“, sagte der Trainer zur Vorstellung seines Sechsers auf Schalke. Kroos entwickele „ sich hervorragend, er macht das strategisch sehr gut“. Das Lob erhält zusätzliche Bedeutung dadurch, dass Kroos im Rauten-System den alleinigen Sechser gibt, nachdem er bislang in der Doppel-Sechs immer einen Mitspieler an der Seite hatte. In der Raute brauche man als Trainer einen Spieler, „dem man viel Vertrauen entgegen bringt“, sagte Dutt. Dass Kroos nun auch noch trifft – er erzielte beim 1:3 in Gelsenkirchen sein erstes Bundesliga-Tor – kommt beim Gesamteindruck noch obendrauf. Es war nicht der Treffer allein, sondern Kroos’ Weg dahin, der Dutt Respekt abnötigte. „Da gibt’s kaum noch was auszusetzen.“ Kroos hatte vor seinem Tor zum zwischenzeitlichen 1:0 Schalkes Neustädter unter Druck gesetzt, den Ball erobert und blendend abgeschlossen.

Quelle: Weserkurier

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Montag, 6. Januar 2014, 13:37

Fritz plant noch bis 2015

Bremen. Clemens Fritz möchte nach eigenen Angaben noch ein weiteres Jahr bei den Grün-Weißen spielen. Das sagte Werder Bremens Mannschaftskapitän nach dem Laktattest am Montag.

Der Vertrag des 33-Jährigen läuft eigentlich am Ende der aktuellen Bundesliga-Saison aus, verlängert sich aber laut einer Klausel bei einer gewissen Anzahl an Spielen automatisch um eine weitere Spielzeit. "Ich habe noch Lust, zu spielen", sagte Fritz. Nach der Spielzeit 2014/15 werde er seine Karriere aber beenden, so Fritz weiter.

Gleichzeitzig gab sich der Abwehrspieler selbstkritisch. Er sei mit seiner Leistung in der vergangenen Bundesliga-Hinrunde nicht zufrieden, so Fritz, der außerdem hofft, in den kommenden Monaten verletzungsfrei zu bleiben. (bbi/sto)

Quelle: Weserkurier

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Montag, 6. Januar 2014, 15:33

Klasse. :whistling:

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Montag, 7. April 2014, 12:26

Eljero Elia blüht auf

Bremen. Sechs Wochen lang war er nur als Einwechselspieler zum Zuge gekommen. Seit dem Hannover-Spiel steht Eljero Elia wieder in der Startelf. Als zweite Spitze hat er erst gegen 96 und nun auch gegen Schalke gut gespielt und beide Male ein Tor vorbereitet. Sollte Elia womöglich doch noch ein Mann mit Zukunft bei Werder sein? Trainer Robin Dutt und Sportdirektor Thomas Eichin jedenfalls loben ihn.

Werders Spiel gegen Schalke 04 war noch keine zwei Stunden vorbei, da stand schon dieses Video im Internet. Der dreiminütige Zusammenschnitt, zu sehen auf YouTube, zeigte die besten Szenen von Eljero Elia aus dem Spiel gegen Schalke. Unterlegt von den Reimen und Rhythmen einer niederländischen Hip-Hop-Band dribbelte Elia, grätschte Elia, schoss Elia, sprinteteElia, bereitete Elia das Tor von Franco Di Santo zum 1:0 vor. „Bewerbungsschreiben für die großen Clubs“, kommentierte ein Elia-Fan prompt.

Ist das so? Kommt es tatsächlich dazu, dass Eljero Elia die letzten Wochen dieser Bundesliga-Saison vor allem dafür nutzt, um sich für andere Vereine interessant zu machen? Es ist kein Geheimnis, dass Elia, immerhin 28-facher niederländischer Nationalspieler, in seinen nun beinahe zwei Bremer Jahren häufiger enttäuscht als überzeugt hat. Es ist überdies kein Geheimnis, dass Werder den Gehaltsetat reduzieren und praktischerweise über Spielerverkäufe auch noch Geld einnehmen muss. Elia wäre da – allen Aufs und Abs zum Trotz – nach wie vor ein Kandidat, der Werder vielleicht zwei, drei Millionen bringen könnte. Die Frage ist inzwischen nur: Muss beziehungsweise will Werder ihn wirklich abgeben? „Ich habe nie gesagt, dass wir uns unbedingt trennen müssen“, sagte Sportchef Thomas Eichin gestern.

"Er nimmt eine gute Entwicklung"

Die Antwort ist nach Elias Auftritten in Hannover und gegen Schalke tatsächlich nicht mehr so leicht zu geben wie noch in den sechs Wochen zuvor, als Werder-Trainer Robin Dutt den Offensivmann aus der Startelf gestrichen hatte. Seit Hannover ist Elia zurück. Und wie. „Er ist ein Faktor für uns“, sagt Eichin. Torvorlage gegen 96, Torvorlage gegen Schalke. Dazu kommen viele gewonnene Dribblings, Sprints bis tief in die gegnerische Hälfte. Erst Hannovers Abwehrspieler, am Sonnabend dann Schalkes Defensive hatte alle Hände voll zu tun, um die Wirkungskreise Elias einzuengen. „Er nimmt eine gute Entwicklung unter Robin Dutt“, sagt Eichin und denkt dabei auch an Elias gute Phase in der Hinrunde, als er zwischen dem siebten und 14. Spieltag vier Tore erzielt und zwei Treffer für den Nebenmann aufgelegt hatte.

Auch Dutt lobte Elia am Sonnabend, allerdings ohne den Stürmer beim Namen zu nennen. „Da haben zwei eine sensationelle Leistung gezeigt, die sonst gern kritisiert werden“, sagte Dutt und meinte damit neben Cedrick Makiadi im Mittelfeld eben auch Elia. Der Stürmer selbst zieht es vor, zu schweigen. Mit den Journalisten pflegt er ein sehr distanziertes Verhältnis. Er fühlt sich ungerecht behandelt, weil im Zusammenhang mit seiner Person oft die Rede von außersportlichen Dingen ist, wie etwa von seinem Führerschein, den er vor ein paar Wochen abgeben musste.

Im Verein ist die Akzeptanz größer. „Er hat eine gute Mentalität entwickelt“, sagt Eichin, „auch wenn er mal draußen sitzt, lässt er sich nicht hängen.“ Dazu kommt, dass Dutt inzwischen offenbar die passende Rolle für Elia gefunden hat. Im 4-4-2-System mit Raute und zwei Stürmern spielt er eine zweite echte Spitze. „Es sieht so aus, als ob ihm das entgegen kommt“, sagt Abwehrchef Sebastian Prödl, „,Elli’ kommt sehr über die Geschwindigkeit, sieht Lücken und kann eine größere Palette an Laufwegen auspacken.“ Im Schalke-Spiel überforderte das Elias Gegenspieler Tim Hoogland und Kaan Ayhan ein paar Mal regelrecht.

Die Fans wählten Elia am Sonnabend zum „Man of the Match“, zum „Mann des Spiels“. Zum Zeitpunkt der Stimmabgabe hatte ihn das Publikum mit einem warmen Applaus bei der Auswechselung nach 82 Minuten schon vom Spielfeld begleitet. An solche Elia-Auftritte könnten sich die Werder-Fans bestimmt gewöhnen. Einerseits. Andererseits galt schon zu Zeiten von Thomas Schaaf und Klaus Allofs: Unverkäuflich war in Bremen noch nie ein Spieler. Daran hat sich auch unter Robin Dutt und Thomas Eichin nichts geändert.

Quelle: Artikel Weserkurier vom 07.04.2014



Da darf man ja gespannt sein, ob es der Verein schafft, Elia zu halten.

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Montag, 7. April 2014, 16:50

Da darf man ja gespannt sein, ob es der Verein schafft, Elia zu halten.
Reisende soll man nicht aufhalten...

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Montag, 7. April 2014, 17:40

Ja, gleich wieder den nächsten Umbruch hinterher. 8|

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Mittwoch, 23. Juli 2014, 08:09

Kroos verlängert bis 2017

Bremen. Mittelfeldspieler Felix Kroos wird auch in den kommenden Jahren für Werder Bremen auflaufen. Der 23 Jahre alte Fußball-Profi unterzeichnete am Dienstag einen neuen Vertrag bis zum 30. Juni 2017, wie der Bundesligist mitteilte.

Seit seinem Wechsel von Hansa Rostock im Sommer 2010 hat der gebürtige Greifswalder 31 Bundesligaspiele für Werder absolviert.

"Felix ist ein enorm wichtiger Spieler in unseren Reihen und hat eine starke Entwicklung hinter sich. Ich bin froh, dass wir auch in den kommenden Jahren mit ihm planen können", kommentierte Werder-Manager Thomas Eichin die Einigung mit dem Bruder von Weltmeister Toni Kroos. (dpa)

Quelle: Artikel Weserkurier vom 22.07.2014

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Freitag, 25. Juli 2014, 11:37

Der Robben-Messi-Klose-Lampard

Werders neuer Kreativspieler Izet Hajrovic

Zell Am Ziller. Beim 5:2 im Testspiel gegen Innsbruck mühen sich Hajrovic und seine Bremer Mitspieler, einander näher zu kommen. Offenbar wird es nicht mehr ewig dauern, bis sie sich gefunden haben.

58 Minuten hat Izet Hajrovic nun zusammen mit seinen neuen Teamkollegen von Werder Bremen auf dem Platz gestanden. Sicher, der Gegner ist ein österreichischer Zweitligist gewesen, das Spiel ein Test und der Platz ein Witz. Aber trotzdem fällt dieser Satz auf, den Hajrovic nach dem 5:2 gegen den FC Wacker Innsbruck sagt: „Ich hab‘ mich sehr wohlgefühlt.“

Wie Hajrovic sich fühlt, ist bei Werder ziemlich wichtig. Zwar betonen Trainer Robin Dutt und seine Spieler täglich, wie fit und formstark die Bremer Mannschaft ist, wie harmonisch und charakterlich einwandfrei. All diese Vorzüge können wertvoll werden in der neuen Saison, aber sie klingen ein wenig routiniert. Dutt wird jemanden brauchen, der auch mal überrascht, der Witz und Leichtigkeit und schräge Ideen aufs Feld bringt. Das kann, nach dem Weggang von Aaron Hunt, nur Hajrovic. Er berichtet, der Trainer habe ihn vor dem Innsbruck-Spiel gebeten, „dass ich den Fußballer in mir zeigen und nicht nur die Taktik auswendig lernen soll“. Dutt habe gesagt, er solle sich die Freiheit nehmen, das passieren zu lassen, „was halt spontan so passiert auf dem Feld“. Dieser Auftrag hat ihm gefallen.

Gegen Innsbruck gab es viele kleine Szenen, die andeuteten, dass Hajrovic bei Werder ein Großer werden könnte, dass bis dahin aber noch einiges zusammenwachsen muss. Er trat die Freistöße und Eckbälle. Manche flogen am Ziel vorbei, ein Eckball aber landete auf dem Kopf des Linksverteidigers Santiago Garcia – und von dort im Netz zum 3:2. Durch einen Doppelpass mit Ludovic Obraniak kreierte Hajrovic einen der schönsten Angriffe der Partie. Einmal, als er aufs Tor schoss, verhinderte nur ein Innsbrucker Abwehrbein auf der Linie seinen ersten Treffer für Werder.

Seine Mitspieler versuchten Hajrovic einzubinden, wo sie konnten. Torhüter Raphael Wolf drosch einen Abschlag weit nach vorn, ein wenig zu weit, Hajrovic rannte dem Ball vergeblich hinterher. Er dankte Wolf trotzdem, mit einem weithin sichtbaren Signal: Daumen hoch. Einmal spielte Felix Kroos den Ball vorm Strafraum quer, er wollte den heranstürmenden Hajrovic bedienen, doch der kam Sekundenbruchteile zu spät. Kroos hob entschuldigend die Hand. Es war klar zu erkennen, dass beide Seiten sich mühten, einander näher zu kommen. Und dass es nicht mehr ewig dauern muss, bis sie sich gefunden haben.

Der Neue spielte im Sturm, nicht auf seinem geliebten rechten Flügel. Doch auch dort ließ er erahnen, dass er etwas hat, das andere nicht haben: einen gefühlvollen Fuß, einen wachen Blick, einen Antritt im richtigen Moment. Noch spürt Hajrovic, dass seine Mitspieler eher mit der Saisonvorbereitung begonnen haben als er. Aber er holt auf. Dutt lobte nach dem Sieg gegen Innsbruck, der Bosnier sei „sehr engagiert“ gewesen. Natürlich habe man gemerkt, dass er noch nicht jeden Bremer Laufweg kennt. Aber er habe „gute Standards“ gezeigt. Dutts Fazit: „War ganz okay.“ Soll wohl heißen: Da geht noch was.

Wen man auch befragt zu Hajrovic: Jeder lässt anklingen, welches Potenzial dieser Kreative hat. Kapitän Clemens Fritz lobt: „Er hat sehr, sehr gute Bewegungen drauf.“ Angreifer Nils Petersen glaubt, „dass er ein Spieler ist, der den Unterschied ausmachen kann“. Wie groß kann dieser Unterschied sein? Wie gut kann Hajrovic werden?

Er geht mit Fragen wie diesen erstaunlich gelassen um – dafür, dass er erst 22 Jahre alt ist. Hajrovic kann damit leben, dass sein Stil oft mit dem des Niederländers Arjen Robben verglichen wird. Er sieht die Ähnlichkeiten ja selbst: Wie Robben zieht er gern von rechts in die Mitte, um dort den Abschluss zu suchen oder den entscheidenden Pass. Überhaupt wird Hajrovic mit vielen Größen des Fußballs verglichen. Oft hat er gehört, er ähnele dem Argentinier Lionel Messi. Oder dem Deutschen Miroslav Klose. Oder dem Engländer Frank Lampard. Wenn Hajrovic tatsächlich ein kleiner Robben-Messi-Klose-Lampard würde, dann läge Bremen ihm zu Füßen. Denn dann vereinte er Rasanz und Genie, Kopfballstärke und einen hammerharten Schuss.

Doch so weit ist es längst nicht. Vorerst ist Hajrovic froh, bei Werder angekommen zu sein. Auch wenn der Streit um seinen Wechsel von Galatasaray noch eine Weile weitergeht. Jüngste Wendung: Der türkische Fußball-Verband hat die Freigabe für Hajrovic verweigert; jetzt beantragen Werder und der Spieler sie bei der FIFA.

Hajrovic sagt, ihn belaste das juristische Gezerre nicht: „Mein Kopf ist jetzt 100 Prozent hier bei Werder.“ Er betont, seine Kündigung in Istanbul wegen ausgebliebener Gehälter sei korrekt gewesen: „Wir sind uns sicher, dass wir alles rechtsgültig gemacht haben.“ Und die Beschimpfungen auf seiner Facebook-Seite? Zum Teil sei es „krass, was die alles geschrieben haben, nicht nur gegen mich, sondern auch gegen meine Familie“. Aber das sei halt so in diesen Wochen. „Mit der Zeit interessiert‘s dann keinen mehr, was da gelaufen ist.“

Auch Werders Sportchef Thomas Eichin kommentiert den Fall Hajrovic betont gelassen. Dennoch darf man davon ausgehen, dass sie bei Werder aufatmen würden, wenn alles bald geklärt wäre. Denn was wäre, wenn der Transfer doch noch scheiterte? Ausmalen mag sich das nur jemand, der Werder wenig wohlgesonnen ist.


Quelle: Artikel Weserkurier vom 25.07.2014

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Donnerstag, 31. Juli 2014, 16:59

Eichin schließt Selke-Transfer aus

Bremen. Werder Bremen will seinen Nachwuchsstürmer Davie Selke nicht an einen anderen Verein abgeben. Manager Thomas Eichin lehnte einen Transfer des 19 Jahre alten Fußball-Talents kategorisch ab.

"Davie hat noch einen Vertrag bis 2015 bei uns. Andere Clubs können sich die Anrufe bei uns sparen", erklärte Eichin bei «bild.de» vor dem EM-Finale der deutschen U-19-Junioren gegen Portugal.

Selke hat sich bei dem Turnier in Ungarn mit starken Auftritten ins Rampenlicht geschossen. In den ersten vier Partien der DFB-Auswahl gelangen dem jungen Bremen sechs Tore. Damit machte er auch bei Werder Werbung in eigener Sache. "Wir haben einen Plan mit ihm. Der sieht vor, ihn nun nach und nach in die Bundesliga-Mannschaft zu integrieren", bekräftigte Manager Eichin.

Selke hat bereits drei Einsätze in der Bundesliga unter Trainer Robin Dutt absolviert. In der Rückrunde der vergangenen Saison zählte er aber nicht zum Profi-Kader. Die bemerkenswerte EM-Bilanz soll Anfragen aus der Bundesliga und auch aus der englischen Premier League ausgelöst haben. "Wir hoffen, dass ihm das einen zusätzlichen Schub gibt. Er wird danach fester Bestandteil unserer Mannschaft sein", sagte Dutt.

Quelle: Artikel Weserkurier vom 31.07.2014

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Montag, 18. Mai 2015, 17:10

Übergroßer Ehrgeiz

Kommentar zu Selke und RB Leipzig

Es mutet seltsam an, dass der Angreifer Davie Selke bei seinem letzten Spiel für Werder im Weserstadion ausgepfiffen worden ist. Selbstverständlich erwirbt jeder Zuschauer mit seiner Eintrittskarte für ein Bundesligaspiel auch das Recht, schlechte Laune zu haben und sie öffentlich kundzutun. Aber kein Bremer braucht beleidigt zu sein, weil Selke nach dieser Saison zu RB Leipzig wechselt. Denn Werder erhält für das Talent die fürstliche Ablöse von acht Millionen Euro und findet diesen Deal ziemlich gelungen. Nicht nur Selke, der künftig besser verdienen wird als jetzt in Bremen, profitiert also finanziell von dem Transfer, sondern auch sein bisheriger Verein.

Trotzdem stellt sich die Frage, ob Selkes Wechsel eine gute Idee ist, nun noch einmal in verschärfter Form – und zwar aus Sicht des Spielers. Denn er verzichtet auf Wunsch seines neuen Arbeitgebers auf die Teilnahme an der U20-Weltmeisterschaft in Neuseeland. Das muss man sich mal vorstellen: Selke fehlt allen Ernstes bei einem so wichtigen, so wertvollen internationalen Turnier, um sich ganz in Ruhe auf eine Zweitliga-Saison vorzubereiten. Er, der bei der U19-Europameisterschaft im vergangenen Sommer Torschützenkönig geworden ist und seinem Team zum Titel verholfen hat, darf nun nicht nach dem nächsten Triumph streben – weil ihm sonst angeblich die Regenerationszeit fehlt.

Nur zur Erinnerung: Selke ist kein 33 Jahre alter Weltklasse-Routinier, der eh schon alles gesehen hat und dem nach der zehnten Saison hintereinander mit mehr als 50 Pflichtspielen die Kräfte schwinden. Er ist ein 20 Jahre junges Talent, dem die Erfahrungen einer WM gewiss guttun würden. Frank Wormuth, der Trainer des deutschen Nachwuchsteams, hat soeben betont, das Turnier sei „enorm wichtig für die Entwicklung der jungen Spieler“.

Dass Selke in Neuseeland nicht mitmachen soll, deutet an, unter welchem Druck das Projekt RB Leipzig steht. In dieser Saison hat die Mannschaft den Aufstieg in die erste Liga nicht geschafft, in der nächsten Saison muss er her – um jeden Preis. Das sportliche Fortkommen des Angreifers Selke scheint in dieser Situation weniger zu zählen als der übergroße Ehrgeiz des mit Red-Bull-Millionen gesponserten Vereins und das Ego seiner Chefs.



Quelle: Artikel Weserkurier vom 18.05.2015

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